Für Fachfrauen aus dem Gesundheitsbereich gibt es im deutschsprachigen Raum drei Arten von Ernährungsausbildung: die Fachausbildung in einer einzelnen Tradition, den langen Diplomlehrgang über ein bis zwei Jahre und die integrative Ausbildung. Die integrative Ausbildung verbindet Fachwissen mit Beratungstechnik und Praxisaufbau. Dazu gehört der Lehrgang „Integrative Ernährungsexpert:in Essenz:PUR“ der Akademie für integrative Ernährung in Wien: fünf Module in sechs Monaten, online, mit dem Zertifikat „Integrative Ernährungsexpert:in nach Dr. Claudia Nichterl“. Fachlich steht dahinter das Springer-Buch „Integrative Ernährung“, 2. Auflage 2025.
Inhalt
Der Stoffwechseltyp beschreibt, kurz gesagt: womit ein Mensch wirklich satt wird: mit Kohlenhydraten, mit Eiweiß oder mit beidem im Wechsel. Wer nach dem Frühstück schon nach einer Stunde wieder Hunger hat, hat meist das falsche Frühstück für seinen Typ gegessen. Als Faustregel gilt: Eine Mahlzeit soll vier bis sechs Stunden satt machen. In diesem Artikel liest du, wie du den Typ deiner Klient:innen im Erstgespräch erkennst und welche Frühstücksvarianten zu welchem Typ passen.
Gesunde Erwachsene brauchen laut den D-A-CH-Referenzwerten 0,8 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht am Tag, ab 65 Jahren rund 1 g. Für eine Frau mit 70 kg sind das 56 g, ab 65 etwa 70 g. Diese Menge lässt sich mit echten Lebensmitteln gut erreichen: Hülsenfrüchte, Tofu, Eier, Fisch, Nüsse und Milchprodukte liefern Protein und dazu Ballaststoffe, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. High-Protein-Produkte aus dem Supermarkt braucht dafür kaum jemand.
Manchmal beginnt Veränderung nicht dort, wo Wissen fehlt. Sondern dort, wo man spürt: Da geht noch mehr.
Barbara Vanicek ist eine Frau mit außergewöhnlicher Erfahrung. Über 30 Jahre arbeitete sie als Diätologin und begleitete Menschen dabei, ihre Ernährung besser zu verstehen und ihre Gesundheit zu unterstützen. Sie kennt die Ernährungswissenschaft, die Herausforderungen im Beratungsalltag und die vielen Fragen, die Menschen rund um Ernährung beschäftigen.
Und trotzdem entstand irgendwann diese eine Sehnsucht: Menschen noch ganzheitlicher begleiten zu können.
Denn Ernährung war für Barbara nie nur eine Frage von Nährstoffen oder Empfehlungen. Sie wollte den Menschen dahinter sehen: seine ...
Ein Beratungsgespräch ist ein geführtes Gespräch, an dessen Ende deine Klientin einen einzigen nächsten Schritt mitnimmt, den sie selbst gewählt hat. Die meisten Ernährungsberatungen bleiben an der Gesprächsführung hängen. Am Fachwissen liegt es selten. In einer Erhebung unter 21 Fachfrauen aus dem Gesundheitsbereich nannten 10 von ihnen dieselbe schwierigste Stelle: den Übergang vom Gespräch zum Angebot. Hier stehen die fünf Schritte eines Beratungsgesprächs, die Denkfehler dahinter und der eine Satz, mit dem am Ende eine Zusammenarbeit steht.
TOFI steht für „Thin Outside, Fat Inside": außen schlank, innen vergleichsweise viel Fett. Gemeint sind Menschen mit normalem BMI, die trotzdem viel viszerales Fett im Bauchraum und an den Organen tragen. Der BMI kann das nicht abbilden, weil er nur Gewicht und Körpergröße ins Verhältnis setzt. Für die Ernährungsberatung heißt das: Taillenumfang, Muskelmasse, Fettverteilung und Laborwerte sagen mehr über die Stoffwechselgesundheit aus als die Zahl auf der Waage.
Konjaknudeln, auch Shirataki-Nudeln, bestehen fast nur aus Wasser und dem löslichen Ballaststoff Glucomannan. Sie liefern kaum Energie, kaum verwertbare Kohlenhydrate, kaum Protein und keine relevanten Mikronährstoffe. Für Glucomannan gibt es zwar einen zugelassenen EU-Health-Claim zum Gewichtsverlust, er gilt aber für ein Protokoll, das ein Teller Nudeln nicht erfüllt. Dieser Artikel zeigt dir, was tatsächlich untersucht wurde, wo die Verträglichkeit ihre Grenzen hat und welche Fragen du stellst, wenn eine Klientin umsteigen will.
Beratungskompetenz ist die Fähigkeit, dein Fachwissen so in ein Gespräch zu bringen, dass Menschen ins Handeln kommen. Die meisten Ernährungsberatungen scheitern am Gespräch, nicht am Wissen: zu viele Empfehlungen, kein klarer Auftrag, keine sichtbare Expertise. Dieser Artikel zeigt dir, warum kluge Ratschläge im Alltag deiner Klient:innen verpuffen, wie du komplexes Wissen einfach machst, und wie du ein Gespräch so hältst, dass am Ende eine Zusammenarbeit steht.
Viele Menschen wissen genau, was ihnen guttun würde. Sie möchten gesünder essen, sich mehr bewegen, Gewicht reduzieren oder besser für sich sorgen.
Und trotzdem bleibt die Veränderung aus.
Mehr Informationen, strengere Pläne und zusätzlicher Druck helfen dann selten weiter. In der Beratung braucht es eine Gesprächsführung, die Menschen dabei unterstützt, ihre eigenen Gründe für eine Veränderung zu erkennen.
Genau hier setzt Motivational Interviewing, kurz MI, an.
Warum Druck häufig Widerstand auslöst
Was Motivational Interviewing so wirksam macht
Wie du Ambivalenz im Gespräch erkennst
Welche Fragen Veränderung fördern
Warum deine Klient:innen ...
Der Kräutergarten wächst. Die Pflanzen gedeihen. Beifuß, Spitzwegerich, Minze, Salbei und viele andere Heilpflanzen stehen an ihrem Platz.
Und doch kann es passieren, dass wertvolles Wissen lange im Verborgenen bleibt.
Bei Hildegard Taferner war es ähnlich. Nicht in ihrem Garten – dort wuchs und blühte es längst. Sondern in ihrem eigenen beruflichen Weg.
Über viele Jahre sammelte sie Wissen rund um Kräuter, Naturheilkunde und Ernährung. Sie begleitete Menschen bei Kräuterwanderungen, gab ihr Wissen im persönlichen Gespräch weiter und pflegte ihren Heilkräutergarten mit großer Hingabe.
Doch eines fiel ihr lange schwer: sich selbst mit diesem Wissen zu zeigen.
Mit der Ausbildung zur integrativ...